Reha-Betrieb der VAMED wird wieder aufgenommen

Reha-Betrieb der VAMED wird wieder aufgenommen

© VAMED / B. Lorenz
© VAMED / B. Lorenz

Die VAMED ist einer der führenden Anbieter von Rehabilitation und Pflege in Europa. Im Zuge der
Corona-Pandemie hat das Unternehmen seine Einrichtungen in den Dienst der öffentlichen Gesundheit
gestellt und einen Teil ihrer Ressourcen für Covid-19-Erkrankte und andere Pflegebedürftige verfügbar
gehalten. | von Mag. Julia Wolkerstorfer

 

Die VAMED-Rehabilitationszentren nehmen angesichts des deutlichen Rückgangs der Corona-Infektionen in Österreich seit Mitte Mai wieder ihren Betrieb auf. In enger Abstimmung mit den Behörden werden dabei umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um Patientinnen und Patienten sowie das Personal optimal zu schützen.

„Wir freuen uns, nach dieser noch nie dagewesenen und für alle sehr fordernden Zeit auch mit unseren Rehabilitationseinrichtungen den Weg zurück zu einem vollständigen Rehabilitationsangebot für unsere Patientinnen und Patienten zu ermöglichen“, so Mag. Ludwig Bichler, VAMED-Unternehmenssprecher, über die schrittweise Wiederinbetriebnahme des Reha-Betriebs. Konkret gibt es für Patientinnen und Patienten vor dem Therapiebeginn ein Screening auf eine mögliche COVID-19-Infektion. Auch die Mitarbeiter­innen und Mitarbeiter werden laufend getestet. Tägliche Präventivmaßnahmen wie Fiebermessungen, strikte Abstandsregelungen, laufende Desinfektionsmaßnahmen sowie das Tragen von Schutzmasken bilden die Basis für eine sichere Rehabilitationsbehandlung in den VAMED-Einrichtungen. Aufgrund dieser hohen Sicherheitsvorkehrungen können alle Behandlungsformen zur Verfügung gestellt werden. Die Patientinnen und Patienten profitieren darüber hinaus von Kleingruppentherapien, da das Therapieprogramm aufgrund der Abstandsregelungen in kleineren Einheiten als gewöhnlich stattfindet.

 

Wir freuen uns, dass wir unseren Patientinnen und Patienten nach dieser für alle sehr fordernden Zeit den Weg

zurück zu einem vollständigen Reha-Angebot ermöglichen können.

Ludwig Bichler

 

Hoher Erfahrungsschatz: Von der Detailexpertise zur Gesamtlösungskompetenz

Auf Basis der internationalen Expertise in der Prävention, Akutmedizin, Rehabilitation und Pflege greift die VAMED auf wertvolle Erfahrungen zurück, die in dieser herausfordernden Zeit essenziell sind. Nach dem Motto „Safety first“ haben Sicherheit und Qualität höchste Priorität bei den therapeutischen Angeboten. Zudem wurden in der Lockdown-Phase einige Reha-Einrichtungen in Betrieb gehalten und wichtige Anschlussheilverfahren durchgeführt. „Wir konnten alle unsere Patientinnen und Patienten sicher und gesund durch den Therapiezeitraum begleiten. In dieser intensiven Phase haben wir wichtige Erfahrungen gesammelt, die wir nun in weiterer Folge nutzbringend für unsere Patientinnen und Patienten einsetzen können“, erläutert Bichler.

 

In der intensiven Lockdown-Phase haben wir wichtige Erfahrungen gesammelt, die wir nun in weiterer Folge nutzbringend für unsere Patientinnen und Patienten einsetzen können.

Ludwig Bichler

 

Gesundheitswesen der Zukunft: Grenz­übergreifende Positionierung

In den österreichischen VAMED-Reha-Kliniken und Therapieeinrichtungen werden ambulante und stationäre Behandlungen in den Bereichen Orthopädie, Pneumologie, Neurologie, psychische Beeinträchtigungen, Onkologie, Kardiologie sowie Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation angeboten. Dabei macht das Unternehmen mit seinem integrativen Portfolio nicht vor nationalen Grenzen halt: Auf Basis globaler Gesamtrealisierungsmodelle setzt die VAMED weltweit Standards in der effizienten Konzeption sowie dem Management von Gesundheitseinrichtungen. Das Unternehmen genießt einen hervorragenden Ruf in zukunftsweisenden Referenzprojekten, wie namhaften Public-Private-Partnership- sowie nachhaltigen Lebenszyklus-Modellen. Dieses umfassende Angebot im gesamten Umfeld der horizontalen und vertikalen Wertschöpfungskette im Gesundheitswesen gilt als Alleinstellungsmerkmal der VAMED.

 

Hygiene und Prävention: Die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit COVID-19

Die VAMED hat gemeinsam mit führenden Hygiene­expertinnen und -experten der Medizinischen Universitätskliniken in Wien und Innsbruck umfangreiche Maßnahmen getroffen, um den Aufenthalt in den Einrichtungen so sicher wie möglich zu gestalten. Dabei stehen die verantwortlichen Teams in laufendem Kontakt mit den Sanitätsbehörden, verfolgen die tagesaktuelle Erkrankungsausbreitung und schaffen damit einen sicheren Ort für Patientinnen und Patienten.

Welche Schutzmaßnahmen werden bei Neu­aufnahmen getroffen?

Bei jeder Neuaufnahme wird ein umfassendes Screening durchgeführt: Die Patientinnen und Patienten werden vorab telefonisch kontaktiert, um relevante Fragen abzuklären, beispielsweise zu bestehenden Krankheitssymptomen oder etwa­igen Kontakten zu COVID-19-erkrankten Personen. Diese Fragen werden auch im Zuge der Anreise noch einmal mit den neuankommenden Patientinnen und Patienten besprochen. Für den Start der Therapie ist ein negativer COVID-19-Test erforderlich, der nicht älter als vier Tage sein darf. In Ausnahmesituationen kann der Test auch im Haus durchgeführt werden, was allerdings spezieller Sicherheitsmaßnahmen bedarf und zu einem verzögerten Beginn der Therapie führt, da die Patientinnen und Patienten bis zum Vorliegen der Testergebnisse in einem Einzelzimmer untergebracht werden, das aus Sicherheitsgründen nicht verlassen werden darf, bis ein negativer Befund vorliegt. In der Regel sind die Ergebnisse der Tests innerhalb von 24 Stunden fertig. Bei Verdachtsfällen wird der Reha-Antritt verschoben. Patientinnen und Patienten, die positiv getestet wurden, werden isoliert und in der Regel nach Hause in Quarantäne geschickt.

Dürfen Patientinnen und Patienten besucht werden?

Aufgrund der aktuellen behördlichen Vorgaben können Besuche derzeit leider nicht gestattet werden. Diese Sicherheitsvorkehrung dient dazu, eine Ansteckung der Patientinnen und Patienten durch Dritte zu verhindern. Patientinnen und Patienten werden gebeten, mit ihren Angehörigen über andere Wege in Kontakt zu bleiben. Die aktuelle Corona-Lage wird allerdings laufend evaluiert, sodass im Falle von Lockerungsmaßnahmen der Besuchsregelungen durch die Behörden unverzüglich auch in den Einrichtungen der VAMED reagiert werden kann.

Können Begleitpersonen mit aufgenommen werden?

Das ist grundsätzlich möglich, wenn diese ebenfalls über den gesamten Reha-Zeitraum bleiben. Will eine Begleitperson zwischenzeitlich abreisen und dann in die Einrichtung zurückkehren, muss erneut ein negativer COVID-19-Test vorgelegt werden, der nicht älter als vier Tage sein darf.

Darf ich spazieren gehen oder das Gelände verlassen?

Es ist selbstverständlich möglich, sich auf dem Gelände des Hauses frei zu bewegen. Spaziergänge an der frischen Luft sind weiterhin erlaubt. Wie überall gelten auch hier das Gebot der Abstandswahrung von mindestens zwei Metern sowie die Ansammlungsbeschränkung von maximal zehn Personen. Das Verlassen des Geländes ist derzeit jedoch nicht gestattet.

Gibt es eine Maskenpflicht im Haus?

Das Personal trägt Masken. Auf Wunsch bekommen die Patientinnen und Patienten eine Maske pro Tag ausgehändigt. Generell werden sie allerdings gebeten, ausreichend Masken für den Aufenthalt mitzubringen.

Ist der Aufenthalt sicher?

Ja, alle Maßnahmen tragen dazu bei, die Einrichtungen auf einem hohen Sicherheitsniveau zu führen. Der Gesundheitszustand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird täglich kontrolliert, alle neu aufgenommenen Patientinnen und Patienten benötigen einen aktuellen, negativen COVID-19-Befund.

Wie findet die Verpflegung im Haus statt?

Es wird sichergestellt, dass im Speisesaal ausreichend Abstand eingehalten werden kann.

Findet ein regulärer Therapiebetrieb statt?

Ja, Therapien werden weitgehend im normalen Umfang durchgeführt. Zum Schutz der Patientinnen und Patienten tragen die Therapeutinnen und Therapeuten bei weniger als einem Meter Abstand Schutzmasken. Gruppentherapien werden nur in kleinen Gruppen abgehalten, Einzeltherapien finden weiterhin statt. Auch Beratungsgespräche und psychologische Therapien können mit ent­sprechenden Sicherheitsvorkehrungen durch­geführt werden.

Was passiert, wenn eine infizierte Person vor Ort ist?

Bisher sind in den Einrichtungen keine Corona-Erkrankungsfälle aufgetreten. Sollten — trotz aller Sicherheitsvorkehrungen — dennoch Erkrankungen auftreten, werden die Betroffenen sowie die Kontaktpersonen ersten Grades umgehend isoliert. In einem zweiten Schritt wird mit der zuständigen Sanitätsbehörde das weitere Vorgehen abgestimmt und der zuständige Kostenträger der betroffenen Person wird informiert. Sämtliche Kontaktpersonen werden ermittelt und getestet. Die Klinikleitung sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf diese Situation vorbereitet und können richtig und schnell handeln.

 

FactBox

COVID-19: Globale Unterstützung durch VAMED-Know-how

Die VAMED hilft, wichtige intensivmedizinische Bereiche aufzurüsten und die aktuell so wichtigen Geräte betriebsbereit zu halten. Allein in Österreich und Deutschland wurden unzählige Beatmungsgeräte für den störungsfreien Einsatz in der COVID-19-Intensivversorgung instandgesetzt. Rund 900 Einrichtungen mit mehr als 205.000 Betten werden weltweit von VAMED mit technischen Dienstleistungen serviciert, darunter zahlreiche Akut-Krankenhäuser in Ländern, die wie Italien und Spanien schwer von der Corona-Krise betroffen sind. In allen diesen Einrichtungen konnte dazu beigetragen werden, die erforder­liche Infrastruktur aufrechtzuerhalten und vielfach intensivmedizinische Kapazitäten aufzustocken. Darüber hinaus ist die VAMED in Öster­reich, Deutschland und Großbritannien in der Sterilgutaufbereitung für Gesundheitseinrichtungen aktiv.

 

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