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10 Jahre PRAEVENIRE Gipfelgespräche auf der Alten Schafalm in Alpbach

© Chris Saupper & Komplizen, Juhasz, Eli Lilly, MSD, Specht, OÖG, Provaznik, Cardiomed , Matern, Novartis, Loidl , Privat

10 Jahre PRAEVENIRE Gipfelgespräche auf der Alten Schafalm in Alpbach

© Chris Saupper & Komplizen, Juhasz, Eli Lilly, MSD, Specht, OÖG, Provaznik, Cardiomed , Matern, Novartis, Loidl , Privat

Die PERI Group lud auch heuer wieder ein, sich in Alpbach mit relevanten gesundheitspolitischen Themen auseinanderzusetzen, womit die Alte Schafalm des Böglerhofs heuer zum zehnten Mal Denkwerkstatt für Stakeholder, Expertinnen und Experten, Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Betroffene war. Gemeinsam wurde über aktuelle Themen, Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten zur Optimierung des österreichischen Gesundheitssystems diskutiert. Bei den hochkarätigen Gipfelgesprächen auf der Alten Schafalm standen heuer Themen wie Darmgesundheit, Onkologie, Diabetes, Digital Health, Lebergesundheit, Vorhofflimmern aber auch Seltene Erkrankungen im Mittelpunkt. PERISKOP hat die „Schafalm-Stimmung“ von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der PRAEVENIRE Gipfelgespräche eingeholt.

Rainald Edel, MBA

Rainald Edel, MBA

Periskop-Redakteur

„Die Arzneimittelengpässe stellen zweifellos ein ernsthaftes Problem dar, das die gesamte österreichische Bevölkerung betrifft. Daher ist es wichtig, dass die Entscheidungsträger in der österreichischen Gesundheitspolitik diesem Thema die gebührende Aufmerksamkeit schenken. Ich freue mich sehr, dass wir im Rahmen eines PRAEVENIRE Taks in Alpbach dem Thema Lieferengpässe widmen und gemeinsam nach Lösungen zur Sicherstellung der Arzneimittelversorgung suchen.“

Claudio Albrecht | Mitglied im Board of Directors der Orifarm Group A/S

„'Health in all policies!' Dieser Leitsatz für das Gesundheitssystem ist zutreffender denn je. Von der Prävention in der Schulpolitik, über die Digitalisierung und die Europapolitik bis zur Sozial- oder der Verkehrspolitik usw. Wo es wirklich eine radikale Gesundheitskur braucht, ist in der Gesundheitspolitik selber. Es darf bei den Finanzausgleichsverhandlungen und den nachfolgenden Gesundheitsverträgen zwischen den Partnern nicht einfach ein Fortschreiben der bisherigen Systemabläufe mit mehr Geld geben. Die Systempartner schieben sich gegenseitig die Schuld für hohe Kosten zu, anstatt zu akzeptieren, dass es einfach nur eine zentrale unabhängige Stelle geben müsste, die die Patienten richtig zuweist. Am Besten soll das gleiche eine KI machen, die ginge dann gelassener mit der Kritik um.“

Dr. Alexander Biach | Stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer für Wien

„PRAEVENIRE ist eine parteipolitisch unabhängige, nicht den Interessen einzelner Gruppen verpflichtete Plattform. Wir agieren nicht nur für Patientinnen und Patienten, sondern für alle Menschen in Österreich. Denn unser wichtigstes Anliegen, die Prävention, soll ja verhindern, dass aus den Menschen Patientinnen und Patienten werden. Aus der Prävention leitet sich der Vereinsname PRAEVENIRE ab, aus dem Lateinischen „vorbeugen, zuvorkommen“. Das PRAEVENIRE Logo symbolisiert den Irrgarten im Stift Seitenstetten, was ich persönlich sehr schön finde. Wir wollen aus dem Irrgarten, diesem Dickicht der Meinungen, der unterschiedlichsten Informationen herausführen zu einem gemeinsamen Ziel.“

Mag. Oliver Brosch, MA | Generalsekretär des Vereins PRAEVENIRE

„Die Ansprüche von Ärztinnen und Ärzten an das Vertragsarztsystem haben sich grundlegend geändert. Wollen wir auch künftig eine ärztliche Sachleistungsversorgung für ALLE gewährleisten, gilt es die Rahmenbedingungen für das Vertragsarztsein anzupassen und Wünsche wie „Arbeit im Team“, „Familien- und freizeitgerechte Arbeit“ und „Entlastung von Administrativem“ zu erfüllen. Das geht! Zum Beispiel durch die Ermöglichung von flexiblen Jobsharing-Modellen, Ärzteteam-Modellen und Unterstützung bei der Praxisgründung und beim Ordinationsmanagement – wie z. B. durch das Vorarlberger Projekt „Mein Praxisstart“. Dort erhalten Ärztinnen und Ärzte Unterstützung bei der Praxisgründung und dem organisatorischen Betrieb ihrer Praxis um sich so auf die gelernte und geliebte Arzttätigkeit fokussieren zu können.“

Manfred Brunner | Vorsitzender des Landesstellenausschusses in Vorarlberg der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)

„Innovative Technologien und digitaler Wandel sind zentrale Faktoren, um die hohe Qualität der österreichischen Gesundheitsversorgung auch in Zukunft sicherzustellen und noch weiter auszubauen. Ein neuerlicher Schritt der Regierung in diese Richtung wurde unlängst mit dem im Ministerrat vorgestellten Digital Austria Act getan. Ich freue mich, dass wir bei den PRAEVENIRE Gesundheitsgesprächen die Chance haben werden, offene Punkte dieses Vorschlags zu diskutieren und gemeinsam Lösungsvorschläge mit konkreten Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.“

Anne Busch | Leiterin Masterstudiengang Health Care Informatics, FH Wiener Neustadt

„Der Mensch im Zentrum der Digitalisierung: Für die Einführung digitaler Instrumente ist es essenziell die Anwenderinnen und Anwender, das heißt das Gesundheitspersonal und die Patientinnen und Patienten, mitzunehmen und ihren Alltag zu berücksichtigen. Für die Einführung in der Versorgung ist es wichtig gemeinsam mit den Anwenderinnen und Anwendern die bestehenden Arbeitsabläufe und Prozesse so zu adaptieren, dass das neue Tool sie auch wirklich unterstützen kann. Duervation begleitet Krankenhäuser, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, PVEs und Gemeinschaftspraxen bei der Einführung von digitalen Instrumenten und Gesundheitstechnologien.“

Prof. (FH) Mona Dür, PhD, MSc. | CEO & Gründerin Duervation GmbH

„Das Institut AllergoSan erforscht seit mehr als 30 Jahren das menschliche Mikrobiom und dessen Bedeutung für die Gesundheit. Gemeinsam mit renommierten Forscherinnen und Forschern in Österreich wie auch international konnten wir wissenschaftlich nachweisen, dass die Darm-Hirn-Achse bei Fatigue- Patientinnen und -Patienten der COVID-Pandemie eine ebenso zentrale Rolle spielt, wie bei psychiatrischen und neurodegenerativen Erkrankungen. Das Potenzial medizinisch relevanter Probiotika in Prävention und Therapie ist enorm: für das Wohlbefinden jedes Einzelnen, für effizientere Therapien und zur Reduktion medikamentöser Nebenwirkungen – und somit ganz speziell für die Ökonomie unseres Gesundheitssystems.“

Mag. Anita Frauwallner | Gründerin & CEO Institut AllergoSan

„Wir freuen uns, heuer erstmals bei den Gipfelgesprächen in Alpbach mitwirken zu können. Da die Gentherapie einen zunehmend hohen Stellenwert in der Gesundheitsversorgung in Österreich bekommt, ist die thematische Auseinandersetzung und die Diskussion mit Experten*innen zu den strukturellen Herausforderungen dieser Therapieformen besonders wichtig. Essentiell ist es, Patienten*innen führzeitig die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen und auch einen hürdenfreien Zugang zu diesen Therapien zu ermöglichen. Dazu braucht es eine langfristige Planung und Adaptionen, um auch in Österreich eine gut funktionierende Versorgungsstruktur und ausreichende Finanzierungsformen zu etablieren. PRAEVENIRE bietet die optimale Plattform, um diese Thematik interdisziplinär zu beleuchten.“

Mag. Renee Gallo-Daniel | Business Lead Vaccines Austria bei Pfizer Corporation Austria GmbH

„Krankenhausapothekerinnen und –apotheker sind eine wichtige Drehscheibe zwischen Ärztinnen und Ärzten, Patientinnen und Patienten, KH-Trägern und der Pharmaindustrie. Ihre jahrelange Erfahrung in der Medikamentenlogistik, der Produktion individueller Anfertigungen, der klinischen Pharmazie und dem strategischen Einkauf stellen eine qualitätsvolle Versorgung der Patientinnen und Patienten sicher. Wie jedes Jahr wird bei den Gipfelgesprächen von PRAEVENIRE auf der Schafalm in Alpbach über die künftigen Herausforderungen im Gesundheitssystem z. B. fortschreitende Digitalisierung. “

Mag. Gunda Gittler, MBA, aHPh | Leiterin der Anstaltsapotheke der Barmherzigen Brüder Linz

„Wir freuen uns, das PRAEVENIRE Gipfelgespräch auf der Schafalm zu unterstützen, bei dem wichtige Stakeholder des Gesundheitswesens zum Thema „Diabetes in der Zielsteuerung Gesundheit, Normalisierung des Zuckerspiegels als Ziel?“ diskutieren. Diabetes ist eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. In Österreich ist in etwa jede 10. Person von Diabetes Mellitus betroffen, der größte Teil leidet an Typ-2-Diabetes. Die Entwicklung von effektiven Behandlungsmöglichkeiten zu Typ-2-Diabetes schreitet stetig voran. Es stellt sich daher die Frage, wie diese Betroffenen in Österreich rasch und einfach zugänglich gemacht werden können. Damit wird das gemeinsame Ziel verfolgt, die Versorgung zu verbessern und vermeidbare Folgeschäden und -kosten zu verhindern.“

DI Mario Haller | Geschäftsführer Eli Lilly

„Auch heuer freuen wir uns, wieder mit einem Gipfelgespräch bei den Gesundheitsgesprächen in Alpbach dabei zu sein. An COVID-19 hat sich die Bedeutung von Schutzimpfungen nochmals hervorgetan. Schutzimpfungen müssen grundsätzlich neu bewertet und deren therapeutischer Nutzen aufgezeigt werden. Wie schon im vergangenen Jahr geht es uns auch heuer um die volle Ausschöpfung des Impfpotenzials. Insbesondere die Ausweitung des Impfprogramms der HPV-Schutzimpfung für Jugendliche und junge Erwachsene steht für uns im Mittelpunkt. Der Zugang zur kostenfreien Impfung wurde bundesweit bis zum vollendeten 21. Lebensjahr ausgeweitet. Nun muss an der Steigerung der Bereitschaft zu deren Annahme gearbeitet werden.“

Mag. Sigrid Haslinger | Director Market Access & Commercial Operations, Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H.

„In Alpbach können wir mit allen wichtigen Stakeholdern und Wissenden aus unterschiedlichen Branchen über die Wege zur Verbesserung der Gesundheit in Österreich diskutieren. Gerade wir als Gesundheitskasse wollen Fortschritte bei den Gesunden Lebensjahren erreichen, denn wo Gesundheit oben steht, soll auch Gesundheit drin sein. So wollen wir gemeinsam in den nächsten Jahren viel mehr Geld in Gesundheitsförderung und Prävention investieren um später weniger reparieren zu müssen. Jetzt gilt es mit der Kraft der Schwarmintelligenz die besten Investitionen in Gesundheitskompetenz und Gesundheitsförderung zu finden um mit möglichst verhältnisorientierten Maßnahmen ein gutes Leben für alle zu schaffen.“

Andreas Huss, MBA | Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)

„Die zentrale Herausforderung besteht darin, Investitionen im Gesundheitsbereich nachhaltig und zum Wohle der Patientinnen und Patienten sowie des gesamten Gesundheitssystems einzusetzen. Dies erfordert eine kontinuierliche, übergeordnete Zusammenarbeit, um sicherzustellen, dass die richtige Behandlung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort der Versorgung erfolgt, unter Einbindung der Patientinnen und Patienten.“

MMag. Astrid Jankowitsch | Head Public Policy, Communications & Patient Advocacy bei Takeda

„Digitale Transformation, Big Data und KI haben unser Leben in kürzester Zeit spürbar verändert. Wir sollten hier aber nicht außer Acht lassen, dass es sich um eine relativ neue Technologie handelt. Die Auswirkungen dieser Technologie sind in vielen Bereichen zur Zeit noch nicht voraussehbar oder erkennbar. Wir sollten vor Implementierung die Sinnhaftigkeit dieser Technologie sehr gut analysieren und dann erst die Entscheidung treffen. Die Entwicklung dieser Technologie, die unter Betrachtung unseres Wertesystems und eine Verbesserung der Patientenversorgung garantiert, ist wünschenswert! Hier sollten wir nicht nur mitgestalten, sondern eine führende Rolle einnehmen. Weil - wer zu spät kommt, dem bestraft das Leben. Gleichzeitig sollten wir national handeln, aber international denken.“

DI (FH) Humayaun Kabir, MBA | Direktion Medizininformatik und Informationstechnologie, Oberösterreichische Gesundheitsholding

„Dieses Jahr feiern die PRAEVENIRE Gesundheitsgespräche ihr 10-jähriges Jubiläum auf der Alten Schafalm in Alpbach. Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Wissenschaft, Patientenorganisation, Politik und Sozialversicherung treffen sich auch heuer in der Tiroler Berglandschaft, um aktuelle Themen des österreichischen Gesundheitswesens zu diskutieren und entschlossen an der Verbesserung der Versorgung zu arbeiten. Neben den bewährten Elementen der eigenständigen Gesundheitsgespräche, wie den Gipfelgesprächen und Talks, wird es zusätzlich zu den bereits bekannten Networking Möglichkeiten, auch das neue Format des Networking Walks geben.“

Mag. Hanns Kratzer | Executive Consultant, PERI Consulting GmbH

„Die Zukunft der Gesundheitsversorgung erfordert eine umfassende Betrachtung und Neuausrichtung, um die aktuellen Herausforderungen stemmen zu können. Die Überwindung von Sektorengrenzen spielt dabei eine entscheidende Rolle, um eine nahtlose und ganzheitliche Gesundheitsversorgung für die Menschen zu gewährleisten. Wesentlich ist auch die Ausbildung von Gesundheitspersonal mit klaren, einheitlichen Qualitätsstandards und Kompetenzen. Es bedarf sektorenübergreifender Ansätze, die sowohl die Arbeitsbedingungen als auch die Attraktivität der Gesundheitsberufe fördern und verbessern, um eine ausreichende Anzahl qualifizierter Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu halten. Nur durch eine ganzheitliche Herangehensweise können die Spitäler ihre zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung erfolgreich erfüllen.“

Mag. Karl Lehner, MBA | Geschäftsführer der Oberösterreichischen Gesundheitsholding GmbH

„Der gemeinnützige Verein PRAEVENIRE setzt sich für den Austausch von Wissen und Ideen ein, um das Bewusstsein für die Bedeutung der digitalen Gesundheit zu schärfen. Namhafte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gesundheitsversorgung, Technologie sowie Vertreter der Patientinnen und Patienten finden bei PRAEVENIRE Digital Health eine Plattform, auf der sie ihre Erfahrungen und Zielsetzungen teilen können. Auf Basis dieser Erkenntnisse formulieren wir konkrete Handlungsempfehlungen und fördern die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stakeholdern im Bereich der digitalen Gesundheit.“

Dr. Franz Leisch | Chief Digital Officer des Vereins PRAEVENIRE

„Digitalisierung ist wohl eines DER Schlagworte unserer Zeit. Die Aspekte der digitalen Unterstützung im Bereich der standardisierten Prozesse für Beschaffung und die Bereitstellung von Daten zur Gesundheitsversorgung sowie zur Gesundheitsvorsorge sind die wesentlichen Parameter der Zukunft. Daten können einen wesentlichen Beitrag für die diagnostischen AI-basierenden heute schon verfügbaren Digitalen Lösungen sein. Nützen wir das, was wir haben – es müssen alle Laborbefunde alle Befunde aus dem niedergelassenen Bereich in die ELGA, um ein effizientes und interoperables Gesundheitssystem auszubauen.“

Mag. Herwig Loidl, MBA MSc | Sprecher des eHealth Arbeitskreises der UBIT/WKÖ

„Die PRAEVENIRE Gesundheitsgespräche bieten nicht nur die Möglichkeit der Vernetzung und des Austausches mit Vertretern aus Gesundheit, Politik und Wirtschaft, sondern fördern auch das gemeinsame Ziel einer verbesserten Versorgung der Patient*innen. In diesem Kontext ist die OEGO (Österreichische Gesellschaft für Osteopathie) ebenfalls aktiv und setzt sich mit ihren Initiativen und Zielen für bedeutende Veränderungen ein. Durch die aktive Beteiligung an den Gesprächen können wir gemeinsam daran arbeiten, die Bedeutung der Osteopathie im Gesundheitssystem zu stärken und positive Veränderungen zu bewirken.“

Thomas Marschall, MSC D.O. | Vorstandsmitglied der österreichischen Gesellschaft für Osteopathie

„Digitale Werkzeuge sind in der Medizin sehr verbreitet und werden noch wichtiger werden. Sie werden nicht nur zur Organisation und Verwaltung genutzt, sondern auch für spezielle Therapie-Programme, die wir "DTx-Lösungen" nennen. Diese helfen, bestimmte Krankheiten zu behandeln. Besonders bei langanhaltenden Krankheiten wie Herzproblemen, Krebs oder Gehirnerkrankungen sind sie hilfreich. Sie können dabei helfen, die Krankheit nicht schlimmer werden zu lassen und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Dadurch können sie auch dabei helfen, Geld zu sparen. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere App "heartfish", die als Medizinprodukt die medizinische Trainingstherapie unterstützt.“

Prim. Dr. Karl Mayr | Medizinischer Experte heartfish GmbH, Ärztlicher Leiter Cardiomed Holding

„Ärztinnen und Ärzte, Spitäler, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Familienangehörige und natürlich die Patientinnen und Patienten selbst: Sie alle haben ihre Rolle, wenn es um das „Management“ chronischer Erkrankungen geht. Ein gutes Zusammenspiel der einzelnen Akteurinnen und Akteure ist besonders wichtig, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Und genau das ist der Grundgedanke der Integrierten Versorgung. Um dem Spannungsfeld aus Effizienz und Qualitätsanforderungen zu begegnen und Synergien besser zu nutzen, wurde im Jahr 2006 das Competence Center Integrierte Versorgung (CCIV) innerhalb der Sozialversicherung etabliert. Durch das CCIV sind praxistaugliche Programme wie „Therapie Aktiv“, „Integrierte Versorgung Demenz“ oder „Integrierte Versorgung Chronische Herzinsuffizienz“ entstanden.“

Arno Melitopulos-Daum | Fachbereichsleiter Gesundheitssystem und Qualität in der Österreichischen Gesundheitskasse

„Auch dieses Jahr sind wir wieder Teil der spannenden Gesundheitsgespräche in Alpbach und werden mit unseren Stakeholdern die CAR-T-Zelltherapie diskutieren. Ziel des Gesprächs ist es, uns mit dem Status Quo und den Hindernissen und Chancen, welche sich im Verlauf der Zeit abgebildet haben, auseinanderzusetzen. Dabei steht der Austausch über die historische Entwicklung der CAR-T-Zelltherapie von der Vergangenheit bis in die Zukunft im Mittelpunkt. Die Alte Schafalm bietet 2023 bereits im Juli den optimalen Rahmen für diesen wichtigen Meinungsaustausch.“

Elham Pedram, PhD | Business Unit Director bei Gilead Sciences GmbH

„Am Ende dürfte unsere Systemarchitektur es nicht zulassen, dass patientenorientierte Lösungen in Umsetzung gelangen. Darauf zu warten, dass Lösungen strukturiert und allen zugänglich zentral beschlossen und umgesetzt werden, ist wohl frustran. Daher werden Vernetzungen derer, die trotzdem etwas bewegen wollen immer wichtiger. Es sind handelnde Personen, die dezentral ein Problem erkennen und genauso dezentral lösen wollen. Und wenn PRAEVENIRE hier einen Beitrag leistet, dann bin ich mit Freuden dabei.“

Ass.–Prof. Dr. Ernest Pichlbauer | Gesundheitsökonom

„Die Gesundheitsgespräche in Alpbach sind eine inspirierende Plattform, um gemeinsam mit führenden Akteuren aus dem Gesundheitssystem neue Wege zu definieren, damit Menschen länger und gesünder leben. Herzinfarkt und Schlaganfall verursachen 4 von 5 aller Herz-Kreislauf-Todesfälle. Ein Drittel davon steht in Verbindung mit erhöhtem Cholesterin. Durch gezielte Partnerschaften können wir gemeinsam mögliche Initiativen zum Lipidmanagement gestalten und somit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Menschen leisten.“

Kathrin Richter-Schildberg | New Commercial Partnership Lead, Novartis Pharma GmbH

„Wir müssen Digital Health aus Sicht der Menschen gestalten. In erster Linie geht es um direkten Nutzen für die Patientinnen, Patienten und ihr familiäres Umfeld, in zweiter Linie um die Vereinfachung der Arbeit für Ärztinnen, Ärzte und Gesundheitsfachpersonen und erst – mit großem Abstand – in dritter Linie um mehr Effizienz im System und der Administration. Besonders wichtig ist, daß wir jenen helfen, die sich schwer tun mit dem Zugang zum Gesundheitssystem, weil sie über wenig Bildung, soziale Kompetenz, Sprachkenntnis verfügen, beziehungsweise aus sonstigen Gründen in einer schwierigen Lage sind.“

Prof. Dr. Reinhard Riedl | Herausgeber des Wissenschaftsblogs www.Societybyte.swiss der Berner Fachhochschule

„ELGA bietet einheitlichen Zugriff auf alle medizinischen Daten: Für Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzte und andere Gesundheitsdiensteanbieter. Vom sicheren nahtlosen Zugriff auf medizinische Gesundheitsdaten bis zur Anbindung aller Gesundheitsdiensteanbieter - ELGA ermöglicht das volle Potenzial für integrierte Versorgung und neue Anwendungen. Jetzt benötigen wir ein klares Commitment sowie die entsprechenden Ressourcen um die Digitalisierung im Gesundheitswesen mit ELGA weiter voranzutreiben.“

Dr. Stefan Sabutsch | Geschäftsführung ELGA GmbH, Präsident HL7 & DICOM Austria

„Die PRAEVENIRE Gesundheitsgespräche in Alpbach spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Gesundheit, indem sie den Austausch von Informationen, Erfahrungen und Sorgen erleichtern und zu einer besseren Patientenversorgung beitragen. Darüber hinaus tragen Sie dazu bei, das Bewusstsein für gesundheitsbezogene Themen in der Gemeinschaft zu erhöhen und gesundheitsförderndes Verhalten zu fördern. Indem Menschen ihre Erfahrungen und ihr Wissen teilen, können sie andere ermutigen, auf ihre Gesundheit zu achten und präventive Maßnahmen zu ergreifen.“

Univ.-Prof. Dr. Christian Singer, MPH | Leiter der Universitätsklinik für Frauenheilkunde, MedUni Wien

„Rund 17.000 Physiotherapeutinnen und -therapeuten leisten hierzulande täglich einen versorgungsrelevanten Beitrag mit 400.000-600.000 Behandlungen für die Bevölkerung. Physiotherapie ist ökonomisch und nachhaltig. Durch die Einführung von präventiven, regelmäßigen und durch die Sozialversicherung finanzierten Mobilitätschecks ab 50 Jahren könnte z. B. drohende Gebrechlichkeit (Frailty) rechtzeitig erkannt und dieser entgegengewirkt werden. Laut aktuellen Studien bedeutet bereits ein gesundes Lebensjahr mehr und ein enormes Einsparungspotenzial. Dies soll im Rahmen der Gesundheitsgespräche diskutiert und initiiert werden.“

Constance Schlegl | Präsidentin Bundesverband der Physiotherapeut*innen Österreichs, Physio AUSTRIA

„Im österreichischen Gesundheitswesen gibt es mehr statt weniger Diskussionsbedarf. Das gilt für die Politik genauso wie für die Fachleute, von denen eigentlich die Themenvorgaben für die Verantwortlichen kommen sollten. Letzteres wird sehr gut bei den Gipfelgesprächen abgebildet. Und: Niemand ist dazu verleitet, sich bloß auf eingefahrene und simpel nach außen gerichtete Positionen zurückzuziehen. Also: Mit Sachverstand diskutieren, statt sich einzubetonieren.“

Wolfgang Wagner | Gesundheits-/Medizinjournalist

„Die PRAEVENIRE Gesundheitsgespräche in Alpbach bietet einen idealen Rahmen, Chancen und Herausforderungen im österreichischen Gesundheitswesen zu erörtern, und gemeinsam konkrete Lösungsansätze zu entwickeln. Innovative Therapien können Patientinnen und Patienten deutlich höhere Überlebens- und Heilungschancen bei gleichzeitig besserer Lebensqualität ermöglichen. Wir setzen uns für den breiten, raschen und gleichberechtigten Zugang zu diesen Innovationen für alle Menschen in Österreich ein, und möchten dadurch das österreichische Gesundheitswesen nachhaltig und zukunftsfit gestalten. Hierdurch streben wir nicht nur die optimale Behandlung der Patientinnen und Patienten an, sondern stärken auch den Gesundheitsstandort Österreich.“

Jens Weidner, MBA | Market Access Director Austria bei Bristol Myers Squibb GesmbH

„Die Versorgungsprobleme bei bewährten Basismedikamenten sind zum Dauerzustand geworden. Dies liegt vor allem daran, dass die Preise bei vielen Medikamenten inzwischen die Herstellungs- und Lieferkosten nicht mehr abdecken können. Hinzu kommen nun auch geostrategische Überlegungen, weil sowohl die Grundstoffe als auch viele Medikamente selbst, nur noch in zwei oder drei Ländern in Asien hergestellt werden. Während innovative Substanzen rasch zugelassen und erstattet werden, sind die Versorgungsprobleme, vor allem bei essenziellen Basismedikamenten wie z. B. Antibiotika, für die Versorgung der Menschen viel gravierender. Bereits 2018 wurden konkrete Vorschläge und Berechnungen für die Rückholung der Antibiotikaproduktion nach Europa vorgelegt, passiert ist aber kaum etwas.“

Mag. DDr. Wolfgang Wein | Lead Consultant W & W Pharmaconsult GmbH

„Die Kooperation „Lebergesundheit 2030“ der HHÖ – Plattform Gesunde Leber mit Praevenire bringt das Thema Lebergesundheit in die aktuelle Gesundheitspolitik. Weltweit steigen Lebererkrankungen enorm an, weshalb die Bewusstseinsbildung in allen Bevölkerungsschichten höchste Priorität hat. Prävention, Aufklärung und Awareness ist hier ein MUSS, vor allem bei Fettleber und viralen oder anders erworbenen Lebererkrankungen bzw. -Infektionen. Auch gibt es viele ererbte seltene Lebererkrankungen, die spezielle Aufmerksamkeit brauchen. Für viele gibt es Heilung oder Therapie, nicht so wirklich für die Fettleber, da forscht man noch. Viel zu rasch kommt dann Adipositas, Diabetes und Koronarerkrankungen uvm. und oft Leberkrebs. Jeder Dritte in Österreich hat bereits eine Fettleber. Lebensstiländerung ist hier das Motto, denn „Leber OK – Leben OK!“

Angelika Widhalm | Vorsitzende des BVSHOE und der HHÖ-Plattform Gesunde Leber

„Einer von fünf Menschen weltweit leidet unter chronischen Schmerzen. Für die betroffenen Patient:innen bedeutet dies oft eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität in Form von sozialer Isolation, Depression oder anderen Problemen. Auch für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem stellen Schmerzerkrankungen eine große Herausforderung dar, verursachen sie enorme Kosten und führen bei vielen Betroffenen zu Arbeitsunfähigkeit. Grünenthal setzt sich daher für Maßnahmen zur Schmerzprävention und die Verbesserung der Diagnose, Therapie und Versorgung chronischer Schmerzen ein, um der Verwirklichung unserer Unternehmensvision von einer „World Free of Pain“ näher zu kommen. Die PRAEVENIRE Gesundheitsgespräche Alpbach bieten eine hervorragende Plattform, um an diesem ehrgeizigen Ziel zu arbeiten und den zahlreichen Menschen mit chronischen Schmerzen eine Stimme zu geben.“

Mag. Karl Wögenstein | PhD Country Manager und Geschäftsführer von Grünenthal Österreich

„Unser derzeitiges Gesundheitssystem muss kritisch hinterfragt werden, um es permanent zu verbessern. Ein Schlüsselelement dafür ist meines Erachtens die Zusammenarbeit aller Gesundheitsberufe auf Augenhöhe zukünftig auszubauen. Dabei spielen regelmäßige Kommunikation und der persönliche Austausch eine wichtige Rolle. PRAEVENIRE hat in den letzten Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie erfolgreich die Zusammenarbeit verschiedenster Expert*innen sein kann, und daher freut es mich sehr heuer zum ersten Mal beim Gipfelgespräch dabei zu sein.“

Josef Zellhofer | Bundesvorsitzender der ÖGB/ARGE Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- & Sozialberufe

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